Getestet:  Sportuhr Suunto AMBIT2 HR

Getestet: Sportuhr Suunto AMBIT2 HR

Dies ist der zweite Teil der Sportuhren-Testreihe – den ersten Teil findest Du hier! Fabienne Gartwyl hat nach der TomTom Runner auch die Suunto Ambit2 HR Sportuhr getestet. Lies hier den Testbericht von Fabienne und entscheide, ob die Sportuhr etwas für Dich ist.

Testbericht zur Suunto Ambit2 R

Laut Hersteller soll die neue Suunto Ambit2 R mit genauen Geschwindigkeits- und Distanzdaten dank einer Kombination aus GPS und Beschleunigungssensoren speziell für Läufer optimiert sein. Ich habe die Sportuhr für Euch getestet um herauszufinden, ob sie dem Versprechen auch wirklich gerecht wird.

Suunto Ambit2 R Sportuhr

Die Suunto Ambit2 ist ziemlich gross, der Tragekomfort trotzdem sehr hoch

Optik und Tragekomfort

Die Suunto Ambit2 HR hat ein schlichtes Design mit 5 chromierten, gut erreichbaren Knöpfen rund ums Gehäuse, einem übersichtlichen, kratzfesten Display und ohne jeglichen Schnickschnack. Für ein Frauenhandgelenk ist die Sportuhr meiner Meinung nach recht gross und etwas zu grob. Die Suunto ist dafür aber überraschend angenehm zu tragen, schon nach kurzer Zeit kaum mehr spürbar und das Armband kann weitläufig in seinem Umfang verstellt werden, damit sie auch an das kleinste Handgelenk passt. Das Material aus Silikon scheuert dabei nicht auf der Haut und die Uhr sitzt fest während des Laufens. Jedoch schwitzt man unter der grossen Uhr schnell einmal. Das Display weist keine überragende Auflösung auf, erfüllt aber die Voraussetzungen für die einfachen Text- und Zahldarstellungen, da auf der Uhr keine Grafiken dargestellt werden.

Suunto Ambit2 R Handgelenk

An schlanken Handgelenken wirkt die Suunto eher grob

Bedienung

Die Suunto Ambit2 HR lässt sich mit den fünf Tasten einfach bedienen. Daher ist nach kurzer Zeit auch ohne Bedienungsanleitung klar, wie die Menüführung der Suunto funktioniert. Die Knöpfe haben jedoch einen etwas zu hohen Druckpunkt, weshalb das Drücken nicht so leicht von der Hand geht. Durch kurzes Drücken auf die obere rechte Taste gelangt man ins Hauptmenü mit Abruf des Logbuchs, Start eines Trainings und der Einstellung eines Timers. Einige Knöpfe verfügen jeweils auch über eine Zweitfunktion, die durch langes Drücken aktiviert wird. So können per Mitteltaste die Optionen aufgerufen werden. Hier kann man die Uhr nach individuellen Wünschen personalisieren mit Tönen, Helligkeitseinstellungen, Hintergrundbeleuchtung, Kompass, Karte, verschiedenen wählbaren Formaten und natürlich mit Standardeinstellungen wie Datum und Uhrzeit. Auch über die Optionen lassen sich persönliche Daten wie Grösse, Gewicht, maximale Herzfrequenz etc. eingeben, um das Trainingserlebnis zu individualisieren und zum Beispiel verbrauchte Kalorien berechnen zu können. Ebenfalls über das Optionsmenü kann man die Sportuhr mit einem Herzfrequenzgurt oder einem Foot POD verbinden. Diese Verbindung funktioniert reibungslos und schnell mit dem mitgelieferten Suunto HR Belt.
Mit dem LIGHT LOCK Knopf kann man die Uhr zudem sperren, um während des Trainings nicht versehentlich einen Knopf zu betätigen. Per VIEW Knopf lässt es sich jeweils zwischen der Anzeige von Akkustand, Wochentag, Sekunden und Zweituhrzeit wechseln.
Die Suunto AMBIT2 HR lässt also bezüglich Grundeinstellungen nichts zu wünschen übrig. Für diejenigen, die damit noch nicht zufrieden sind, stellt Suunto auf seiner Website movescout.com noch eine Vielfalt von Appsfür allerelei verschiedene Funktionen zur Verfügung. Diese Apps können dann jeweils einem Sportmodus zugeordnet werden.

Training

Sobald das Training per START STOP Knopf gestartet wird, kann der Sportler zwischen verschiedenen Sport-Modi wählen, wo noch einmal deutlich wird, dass die Uhr vor allem für Läufer gedacht ist. Sei es nun „Track Running“ oder „Trail Running“, „Run a Route“ oder „Run a POI“ oder gar „Indoor Running“, alles ist möglich. Je nach Trainingsprogramm liegt der Fokus der angezeigten Daten während des Laufs dann auch auf anderen Werten. So werden z.B. bei dem Programm „Trail Running“ die aktuellen sowie zurückgelegte Höhenmeter angezeigt. Um aber noch die Möglichkeit der Überwachung einer anderen Sportart offen zu halten, verfügt die AMBIT2 HR zusätzlich über den Navigationspunkt „Other Sports“. Negativ an dieser Fülle an möglichen Trainingsmodi ist die Tatsache, dass man schnell einmal nicht sicher ist, welchen Modus man wählen sollte. Dies ist bei der TomTom Runner unkomplizierter gestaltet, wo nur die Modi Laufen und Laufband vorhanden sind und man dann dort jeweils die Einstellungen individuell anpassen kann.

Suunto Ambit2 R Modus

Die vielen Trainingsmodi rund ums Laufen sind zu Beginn eher verwirrend

Ist der Trainingsmodus einmal gestartet, sucht die Uhr erst mal nach einer Verbindung mit dem Herzfrequenzgurt und einem GPS Signal, dann kann es per Startknopf losgehen. Nach Beginn des Trainings zeigt sich jedoch, dass die Bedienung nicht mehr ganz so intuitiv ist. Da die Knöpfe in ihrer Funktion hier nicht klar bezeichnet sind, sucht man zum Teil einen Moment, bis man die richtige Einstellung gefunden hat. Nach ein paar Trainings sollte sich jedoch jeder mit der Navigation zurechtfinden.

Im Training gibt es folgende wichtige Anzeigen: aktuelle und durchschnittliche Geschwindigkeit, Herzfrequenz, Dauer des Trainings, zurückgelegte Strecke und Uhrzeit sowie weitere Werte je nach gewähltem Trainingsprogramm. Davon können immer 3 Werte auf einmal auf dem Display angezeigt werden. Es fehlt jedoch eine Angabe der verbrauchten Kalorien – ein Minuspunkt für Läufer, die auch auf die Energieverwertung achten.
Per Knopfdruck kann im Training ein neuer Abschnitt begonnen oder die Trainingseinheit pausiert werden. So kann man beim Laufen verschiedene Etappen einfach abtrennen – ein praktisches Feature, über welches das Vergleichs-Gadget von TomTom nicht verfügt.
Sobald die sportliche Aktivität beendet wurde, geht’s ab an den Computer mit der Suunto. Per USB kann die Uhr schnell angeschlossen werden. Das Programm Moveslink 2 muss jedoch selbstständig auf der entsprechenden Website heruntergeladen werden. Danach zeigt es bei jeder Verbindung mit der Uhr den Akkustand an und führt Updates an der Suunto durch.

Wechselt man dann per Mausklick auf die Webseite, trifft man auf eine übersichtliche Darstellung des vergangenen Trainings mit allen relevanten Daten: Von einer Karte mit der zurückgelegten Strecke bis hin zu der Dauer, die man für einen Aufstieg brauchte und einer Herzfrequenzkurve für das gesamte Training. Jegliche Daten, die man sich wünschen kann, sind vorhanden.

Suunto Ambit2 R Statistik

Bezüglich der Messgenauigkeit der zurückgelegten Strecke muss sich die Suunto nicht verstecken. Es dauert zwar im Vergleich zur neuen TomTom Runner etwas lange, bis die Ambit2 das GPS Signal gefunden hat, danach zeichnet sie aber die Strecke sehr genau auf. Da die Uhr auch Beschleunigungssensoren nutzt, kann sie zum Beispiel auch während eines Fussballmatches eingesetzt werden um danach die ungefähr zurückgelegte Distanz zu ermitteln – eine interessante und motivierende Funktion. Dies ist aber etwas ungenauer als die Ermittlung der Länge einer klassischen Laufstrecke, wo die Uhr zusätzlich auf Distanzen auf der Karte zurückgreifen kann.
Auch im Wasser kann man die Suunto fürs Schwimmen eingesetzt werden. Hier ist aber die Messgenauigkeit etwas vermindert, wahrscheinlich wegen der veränderten Beschleunigungsmessung im Wasser. Dafür kann man das Display dank Hintergrundbeleuchtung per Knopfdruck auch unter Wasser gut lesen.
Auch der Suunto HR Belt macht sich gut im Training. Der Gurt stört nie beim Laufen und wird meist gar nicht erst gespürt. Die Herzfrequenz wird zuverlässig während des ganzen Laufs aufgezeichnet.

Suunto Ambit2 R Pulsgurt

Der mitgelieferte Pulsgurt überzeugt auf ganzer Linie

Die Akkuleistung hat mich nicht überzeugt. Zwar reicht der Akku für ein Training von einigen Stunden, im Standby Modus ist der Akku jedoch nach wenigen Tagen aufgebraucht. Auch ist die Suunto nicht für sehr lange Wanderungen geeignet, da die Akkuleistung nicht ausreichen würde.

Das Gesamtfazit findest Du weiter unten. Nutzt auch Du eine Sportuhr? Schreib es in die Kommentare!