Getestet: Sportuhr TomTom Runner

Getestet: Sportuhr TomTom Runner

In einer zweiteiligen Testreihe berichtet Fabienne Gartwyl über ihre Erfahrungen mit zwei Sportuhren, welche sie für den microspot.ch-Blog auf Herz und Nieren getestet hat.

Dies ist der erste Testbericht zur Sportuhr TomTom Runner. Falls Euch der Testbericht von der TomTom Sportuhr überzeugt, findet Ihr diese auf dem microspot.ch Shop.

Testbericht zur TomTom Runner

Die neue Tomtom Runner Sportuhr verspricht eine einfache Steuerung, ultraschlankes Design, gutauflösende Vollbildgrafiken, schnelle GPS-Verbindung und mehr. Diese und weitere Funktionen habe ich ausführlich für Euch getestet.

Optik und Tragekomfort

Die TomTom Runner besteht aus einem Armband und der eigentlichen Sportuhr, die sich einfach herauslösen lässt. Dieser Aufbau ist nützlich dafür, dass die Uhr zum Beispiel auch an einem entsprechenden Halter am Fahrrad befestigt werden kann, dafür fällt sie aber leicht aus dem Armband, wenn man es an- oder auszieht. Dem hält jedoch eine kleine Einrastsäule entgegen, mit der man die Uhr oben ins Armband einklicken kann für einen sicheren Halt.

TomTom Runner Armband

Armband und Uhr können per Klick getrennt werden

Das aus Kunststoff hergestellte Armband ist an den Rändern zum Teil nicht schön verarbeitet – von einer Sportuhr in diesem Preissegment hätte ich mir hier etwas mehr erhofft.

Ein grosses Plus ist das schlanke Design der Sportuhr. Diese ist daher sehr gut geeignet für schmale Handgelenke. Das Display löst Text und Zahlen gut auf und kann auch einfache Grafiken zufriedenstellend darstellen.
Einmal am Handgelenk sitzt die Uhr sehr fest und rutscht nicht. Dank der vielen Löcher im Armband schwitzt man auch kaum unter dem Material.

Bedienung

Ein grosser Vorteil der Tomtom Runner ist die einfache Bedienung über das 4-Knopf System unterhalb des Gehäuses. Mit dem linken Knopf kann auf den Status der Uhr zugegriffen werden mit Akkustand, Updatestatus und Speicherkapazität.

TomTom Runner Display

Darstellung der wichtigsten Daten per Druck auf den linken Knopf

Mit einem Druck auf den unteren Knopf gelangt man ins Hauptmenü mit Alarmfunktion, Zeit- und Datumseinstellung, Flugmodus und allgemeinen Funktionen. Zudem lassen sich alle wichtigen persönlichen Daten wie Körpergrösse, Gewicht, Alter usw. einstellen, damit die Tomtom Messwerte genauer umrechnen kann, beispielsweise für die Angabe von verbrauchten Kalorien. Zudem kann einfach über die Funktion „Kopplung“ eine Verbindung per Bluetooth mit einem Mobiltelefon hergestellt werden. Dafür ladet der Sportler einfach die Tomtom MySports App auf sein Telefon herunter und kann künftig sämtliche Daten von vergangenen Läufen über die App anzeigen – ein sehr praktisches Feature, welches das Mitbewerber Gadget von Suunto nicht zu bieten hat.

Training

Das Training startet mit einem Druck auf den rechten Knopf mit der Auswahl von Laufen, Laufband oder einer Stoppuhr. Nachdem man den jeweiligen Modus ausgewählt hat, hat man zunächst die Möglichkeit, vergangene Trainings noch einmal aufzurufen oder Einstellungen für das Training selbst vorzunehmen. So kann man jeweils auswählen, welche Daten man sich anzeigen lassen will. Davon können drei gleichzeitig auf dem Display dargestellt werden. Dann wird erst einmal nach GPS Signal und Pulsband gesucht.

TomTom Runner Pulsband

Das Tomtom Pulsband sitzt sicher an der Brust, stört nicht beim Laufen und sendet zuverlässige
Pulsdaten an die Uhr

Die Uhr zeichnet sich dabei durch eine sehr schnelle Ortung des GPS Signals aus. Nach Beginn des Trainings zeichnet die Tomtom Runner die zurückgelegte Strecke, aktuelle und durchschnittliche Geschwindigkeit (km/h), Dauer des Laufs, das aktuelle und durchschnittliche Tempo (wie lange man benötigt, um einen Kilometer zurückzulegen), verbrauchte Kalorien, den aktuellen Puls und vorher eingestellten Pulsbereich auf – dabei bleibt nichts zu wünschen übrig.
Es gibt viele nützliche Funktionen, die die Tomtom im Rahmen des Trainings zu bieten hat. So können Ziele in Form von verbrauchten Kalorien, Zeit oder Distanz festgelegt werden, nach dessen Erreichen die Uhr das Ende des Trainings verkündet. Auch lassen sich Intervalle festlegen (Warmup, Training, Pause, Cooldown) von denen der Nutzer selbst bestimmt, wie lange sie dauern. Der Läufer wird dann jeweils nach dessen Erreichen von der Uhr durch Vibration und einer Anzeige auf der Uhr benachrichtigt. Weiter können Runden mit einer bestimmten Dauer oder Distanz festgelegt werden. Auch Puls- oder Tempogrenzen können angelegt werden. Werden diese Grenzen im Training unter- oder überschritten, meldet sich die Uhr sofort. Zu guter Letzt kann der Sportler gegen sich selbst antreten, indem er per „Rennen“-Funktion ein vergangenes Training anwählt. Nach dem Start wird dann eine Live Grafik angezeigt, die darstellt, was man für einen Vorsprung oder Rückstand im Vergleich zum letzten Training zurückgelegt hat. Diese Fülle von Zusatzfunktionen macht die Tomtom Runner zu einem sehr flexiblen und abwechslungsreichen Trainingspartner.

TomTom Runner Intervallmodus

Im Intervallmodus meldet die TomTom nach vorgegebener Dauer oder Strecke das
Ende des Intervalls

Nach Ende des Trainings klickt man die Tomtom aus dem Armband und steckt sie in die Halterung mit USB-Anschluss an den Computer, wodurch automatisch eine Verbindung mit dem PC-Programm hergestellt wird. Dieses ruft nach der Installation bei jedem Anschluss der Uhr den Akkustand und weitere Infos der Uhr, sowie den letzten Trainingslauf ab.

Alternativ kann die Mysports App auf dem Handy aufgerufen werden. Diese hat ein ansprechendes und übersichtliches Design. In nachvollziehbaren Grafiken werden sämtliche wichtigen Messdaten des Trainings angezeigt. Auch die Karte der zurückgelegten Strecke macht einen guten Eindruck.

TomTom Runner Statistik

So sieht es aus, wenn die zurückgelegte Distanz während eines Fussballmatches trackt

Die Akkuleistung ist bei der Tomtom etwas besser als bei der zum Vergleich stehenden Suunto Ambit2 R. Jedoch hätte ich mir von der Sportuhr eine längere Akkudauer im Standby Modus erhofft. Nach einigen wenigen Tagen ohne Nutzung der Uhr, ist der Akku aufgebraucht. Im Test zeigte die Uhr zudem eine fehlerhafte Anzeige des Akkustands – von einer Minute auf die nächste sank die Anzeige von 75% auf 15%.
Doch bezüglich Robustheit kann die Tomtom Runner wiederum punkten. Ob Schmutz, Sand, Steine oder Wasser – nichts kann ihr schaden. Nach jedem Training betrachtet man ein einwandfreies Display ohne Kratzer.

 

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