Getestet: Nexus 9

Getestet: Nexus 9

Vorweihnachtszeit ist Tablet-Zeit. Das dachten sich auch Google und HTC, und herausgekommen ist bei dieser Zusammenarbeit das Nexus 9. Mit einem hochauflösenden Screen, viel Power im Innenleben und dem neuen Android 5 Betriebssystem will man an der Konkurrenz vorbeiziehen. Doch reicht das Gesamtpaket zum Erklimmen des Tablet-Throns? Der Hands-On-Test verschafft Klarheit.

Testbericht zu Nexus 9

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Ersteindruck und Bedienung

Beim Auspacken macht das Nexus 9 einen recht eleganten und schlanken ersten Eindruck. Mit einer Bildschirmgrösse von 8.9 Zoll, liegt es im Vergleich mit Hauptkonkurrent Apple genau zwischen den beiden dort verfügbaren Modellen. Was die Bedienung angeht, verhält es sich wie bei eigentlich fast allen Android-Geräten: Man braucht ein wenig Eingewöhnungszeit, da verschiedene Hersteller ihre eigene Benutzeroberfläche über das Android-Grundgerüst legen. Dies führt dazu, dass man nicht einfach so nahtlos von einem Gerät zum anderen wechseln kann wie dies bei iOS der Fall ist. Es ermöglicht den Herstellern dafür auch viel mehr Freiheit, was immer wieder dazu führt, dass Android in Sachen Features, Software-Innovationen und Einstellungsmöglichkeiten die Nase vorne halten kann. Bei der grundlegenden Bedienung erwarten einen aber keine riesigen Neuigkeiten, hier hat sich die touch- und gestenbasierte Steuerung wie wir sie alle kennen inzwischen zu sehr etabliert und bewährt, als dass hier eine Revolution zu erwarten wäre. Dennoch überzeugt das Nexus 9 durch den Sperrbildschirm, den man im Vergleich zur Apfel-Konkurrenz fast nach Belieben einstellen und mit interessanten Widgets anreichern kann, dasselbe gilt für Google Now auf dem Home-Bildschirm. Fahrzeiten nach Hause, Resultate der Lieblingssportteams sowie das Wetter und vieles mehr, lassen sich hier auf einen Blick erfassen. In dieser Einfachheit gibt es das nur im Google-Universum. Auch sonst hat es aufgrund der neuen Android-Version 5.0 (genannt “Lollipop”) optische Änderungen gegeben, welche die Benutzerführung, Übersichtlichkeit  und intuitive Bedienung verbessern sollen. Dieser Job ist nach kurzer Eingewöhnung auch gut bis sehr gut gelungen.

Display und Design

Was die Optik angeht, gibt sich das Google-Tablet ebenfalls keine Blösse. Das Nexus 9 überzeugt in einer schlichten aber eleganten Form und einer relativ dünner Bauform. Wie bereits bei Vorgängern der Nexus Reihe, werden alle Funktionen über virtuelle Buttons, welche gleich nach dem Aktivieren des Displays sichtbar sind ausgeführt. Die grundlegende Bedienung dürfte dabei für jeden Smartphone- oder Tablet-Nutzer intuitiv von der Hand gehen.
Doch wichtiger als physische oder virtuelle Tasten ist natürlich die Qualität des Displays selber. Hier bestätigt der Test, was die Zahlen schon vermuten lassen, nämlich dass auch hier keine halben Sachen gemacht wurden. Sowohl Helligkeit als auch Kontrast lassen einen anerkennend nicken. Die hohe Auflösung von 2048 x 1536 Pixel vermag zu überzeugen und sorgt für die nötige Schärfe.
Kurz und gut: Egal ob Fotos, surfen im Internet, Filme schauen oder zocken, das Bild kommt immer scharf und kraftvoll rüber und es gibt diesbezüglich keine Schwächen zu vermelden. Je nach Umgebungslicht kann das Bild sogar fast ein bisschen zu grell erscheinen, aber das kann man dem Tablet wohl kaum ankreiden und es lässt sich natürlich in den Einstellungen problemlos anpassen.

Sonstige Features

Etwas weniger positiv fällt das Urteil über die Kameras aus. Während die Front-Kamera höchstens für Selfies oder zum skypen genutzt wird, kommt die Kamera auf der Rückseite sicher beim Einen oder Anderen auch sonst zum Einsatz. Diese liefert zwar eine Auflösung von 8 Megapixel, doch wirken die Bilder gerade bei nicht optimalen Lichtverhältnisse einfach deutlich weniger kräftig und farbgetreu als etwa bei den neuen iPads. Auch der Autofokus hat des Öfteren Probleme, was entweder zu längeren Wartezeiten oder aber zu unscharfen Bildern führt.
Ein anderer vieldiskutierter Punkt in der heutigen Tech-Welt ist die Akkulaufzeit. Hier kann sich das Nexus 9 behaupten und hält auch unter voller Belastung durch Filme, Spiele und ständig eingeschaltetem WLAN mehrere Tage durch. So soll es sein.

 

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