Getestet: JBL GO

Getestet: JBL GO

Ich durfte für fast einen Monat den tragbaren Bluetooth Lautsprecher JBL GO testen. Da ich Musik für ein Genussmittel halte und mit ächzenden und krächzenden „Ghettoblastern“ wenig anfangen kann, dachte ich erst, ich sei nicht der Richtige für den Test. Doch eventuell muss ich meine Vorurteile über Bord werfen und das kleine Gerät kann mich doch überzeugen. Wir werden sehen…

Zu meiner musikalischen Vergangenheit: Ich bin musikalisch wohl mehr oder weniger talentlos und würde mir maximal das Bedienen eines Triangels zutrauen. Ich musste, als Kind niemals Blockflöte spielen und durfte jedoch einige Jahre Keyboard lernen. Erfolglos…

Zurück zum JBL GO. Schon über die Verpackung habe ich mich gefreut. Man kann sie doch tatsächlich ohne Werkzeug und ohne Angst vor Verletzungen öffnen. Auf den zweiten Blick stellt man fest, dass die Verpackung bereits ein paar Tipps bereithält und schon mal die Anschlüsse und Positionen der Handschlaufe preisgibt.

Verpackung JBL GO microspot.ch

Schnell ausgepackt und festgestellt, dass die Kiste nicht mit unnützem Kram gefüllt ist, sondern nur mit einem Micro USB Ladekabel und dem JBL GO. Anscheinend sollte noch ein „Quick Start Guide“ mit drin sein, der fehlte bei mir allerdings. Da es sich jedoch um ein Testgerät handelt, gehe ich davon aus, dass das schon jemand in der Hand hatte und etwas davon behalten wollte 😉 So war auch die Batterie schon geladen und ich konnte sofort loslegen. Pairing mit dem Smartphone, zack, funktioniert einfacher, als ich dachte! Wird wohl an meinem tollen Smartphone liegen. Tablet zur Hand, zack, funktioniert… Nicht so schnell, altes Tablet zur Hand, zack, funktioniert… Ich war echt verblüfft, und bin es immer noch, dass das wirklich so schnell funktioniert hat. Bisher hatte ich immer dieses scheinbar endlose „Scan nach Geräten“ und dann „Geben Sie irgendeinen Code ein“… „1234“ oder doch „0000“… Keines Wegs! Ein grosses Kompliment! Funktionierte mit allen Geräten, die ich ausprobiert habe tadellos und beeindruckend schnell, ohne Key und endloses scannen. Sogar mit meinem schon etwas älteren Notebook mit Windows 8.1 und dem uralten NOKIA C3 meiner Frau funktionierte das Pairing toll.

Bluetooth Altes Handy JBL GO microspot.ch

Sound/Bass:

Mein erster Test sollte die „Scheppergrenzen“ des JBL GO aufzeigen. Zu meinem Erstaunen konnte ich sie kaum finden. Der Hersteller gibt den Frequenzgang mit 180Hz – 20kHz an. Ich muss sagen, für die kleine Kiste ganz ordentlich. Es sind keine wummernden Bässe zu erwarten. In den tiefen Frequenzen liegen nicht die Stärken des JBL GO. Doch gescheppert hat da nichts. Die digitale Endstufe zieht ihr Ding souverän durch. Der Klang bleibt auch bei grosser Lautstärke klar und nahezu unverzerrt. Mein Gehör und die Angst, jemanden aufzuwecken, liessen mich den ersten Test mit erhobenem Daumen abbrechen.
Später machte ich einige Experimente mit einem Frequenzgenerator um zu verstehen, was das Endstüfelchen da eigentlich macht. Ich war etwas überrascht, dass offenbar sehr zurückhaltend gefiltert wird. Das heisst, dass schon ca. 65Hz deutlich hörbar waren, jedoch nicht in dem Pegel wie Frequenzen im angegebenen Arbeitsbereich. Auch mit diesen Tests brachte ich den JBL GO nicht zum Scheppern. Spüren konnte ich sogar noch tiefere Frequenzen. Die kleinen Masse des Lautsprechers setzen hier ganz klar die Grenzen. Volumen ist eben durch nichts zu ersetzen. Ich finde, JBL hat hier einen tollen Job gemacht und einen guten Kompromiss zwischen Grösse und Klangqualität gefunden.

Frequenztest JBL GO microspot.ch

Handhabung:

Das Pairing ist sehr einfach. Es geht problemlos und schnell vonstatten. Im Bluetooth Modus kann die Musikwiedergabe durch Drücken des Telefonhörers pausiert und fortgesetzt werden. Die Lautstärke kann über das Zuspielgerät, in meinem Fall meist ein Android Smartphone, und durch Drücken der Lautstärketasten am JBL GO eingestellt werden. In meinem Fall waren die beiden Einstellungen unabhängig voneinander. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass das herstellerabhängig ist. Auf Grund, der zur Verfügung stehenden Bluetooth Protokolle, sollte der JBL GO die Lautstärke des Zuspielgeräts kontrollieren können.

Knöpfe JBL GO microspot.ch

 

Die kabelgebundene Musikübertragung startet automatisch, wenn kein Bluetooth Gerät verbunden ist oder durch Drücken der Bluetooth Taste. Dazu kann ich nicht viel sagen. Macht was es soll…
Telefonieren lässt sich damit übrigens auch. Ich habe es mit Telefonieren und Skype ausprobiert. Beides hat sehr gut funktioniert. Wenn man allerdings nicht klar zum JBL GO spricht, wird man nicht so klar verstanden. Wozu auch? Ich will ja auch nicht quer durch den Garten telefonieren oder so ähnlich.

Akkulaufzeit:

Die Akkulaufzeit sollte gemäss Hersteller 5h betragen. Dies ist natürlich sehr stark von den Gewohnheiten des Nutzers abhängig. Bei meiner Nutzung wurden die 5h klar überschritten. Ich habe allerdings ca. zur Hälfte nur in leicht erhöhter Zimmerlautstärke Musik gehört. Den Rest der Zeit habe ich den JBL GO im Auto verwendet. Trotz des hohen Alters und damit erstaunlicher Geräuschkulisse meines Wägelchens, besonders auf der Autobahn, war der Musikgenuss stets angenehm. Sollten die Energiereserven des internen Akkus einmal dem Ende zu gehen, leuchtet die Anzeige erst rot. Bevor endgültig Schluss ist, beginnt er gar rot zu blinken. Einen Film sollte man bei Rot nicht mehr starten. Bis der Akku dann leer ist, wird gerade der Vorspann zu Ende sein. Der JBL GO geht sehr haushälterisch mit seinem Akku um. Bei Nichtgebrauch schaltet er sich automatisch aus.

Mobilität:

Ich finde den JBL GO sehr praktisch. Erst dachte ich, dass das viereckige Design doch in keine Hosentasche passt. Weit gefehlt! Zugegeben, ich trage keine zu engen Hosen und bin es mich gewohnt ein paar Schlüssel, ein Memorystick (der Victorinox von microspot.ch) und ein Handy in meinem Beinkleid zu verstauen. Zur Grundausstattung würde ich den JBL GO nicht dazu packen. Er verschwindet aber problemlos in einer Hosen- oder Beintasche. Ich habe mich damit sogar auf das Bike gesetzt. Kein Problem. Wie sinnvoll es ist, Musik aus der Hosentasche zu hören, muss jeder für sich selbst entscheiden… In einem Rucksack ebenfalls absolut kein Problem. Der JBL GO passt gut in die Hand und ist für seine Leistung erstaunlich leicht. 130g soll das Gewicht laut Hersteller betragen. Also etwas mehr als eine Tafel Schokolade und erst noch ohne Kalorien 😉

Empfang:

Der Empfang des JBL GO entspricht den normalen Bluetooth Radius und hängt auch vom Zuspieler ab. Im Garten konnte ich mit dem JBL GO etwa 8-10m vom Smartphone weglaufen bis erste Aussetzer auftraten. Im Inneren musste ich mich mit dem JBL GO im selben Raum aufhalten wie die Quelle. Da sollte mein Zuhause allerdings nicht als Massstab herhalten. W-LAN hat da auch so seine Probleme… Eventuell wurde da Bleifarbe eingesetzt oder die alten Steine sind einfach zu dick…

Verarbeitung:

Das Gehäuse macht einen sehr soliden Eindruck. Die Oberfläche ist matt und rutschfest. Die Tasten sind nahtlos in die Oberseite integriert. Somit kann das Gerät auch bedient werden, wenn die Finger einmal nass sein sollten. Dies ist ja durchaus möglich, wenn man sich im Sommer eine Abkühlung am Wasser gönnt. Komplett wasserdicht ist er aber nicht.
Wenn man das Gehäuse etwas drückt, merkt man, dass der Kunststoff etwas elastisch ist. Das wird beim Falltest klar ein Vorteil sein. Habe ihn allerdings nicht fallen gelassen, da ich den JBL GO unversehrt zurückgeben möchte. Alles in allem wirkt der JBL GO sehr robust.

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Tipp:

Eltern die ihren JBL GO nicht mehr finden werden feststellen, dass ihn auch die Kinder mögen.

Leog JBL GO microspot.ch

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