Modulares Smartphone

Modulares Smartphone

Das Handy zum selber basteln

Hast du dich schon geärgert, wenn der Lautsprecher oder das Display deines Smartphones kaputt gegangen ist und eine Reparatur die Kosten eines neuen Mobiltelefons fast überstiegen? Auch wir kennen dieses Problem und waren über die News aus der Welt der Smartphones begeistert. Wenn du ein individuelles Handy möchtest und als Kind gerne mit Legos gespielt hast, ist ein modulares Smartphone genau das Richtige für dich.

So funktioniert’s

Die Idee des modularen Smartphone geistert schon seit einiger Zeit durch das Netz und es sind schon einige Prototypen wie Project Ara von Google in der Entwicklung. Wir wollen dir das Konzept des modularen Handys an Hand von Project Ara näher bringen.

Project Ara besteht aus einer Grundplatte, auch Endoskelett genannt. Auf das Endoskelett werden das Display und die verschiedenen Module montiert. Die Module sind austauschbar und beherbergen die verschiedenen Funktionen des Smartphones. So gibt es beispielsweise Module für die Kamera, die Antenne, den Prozessor oder den Akku. Durch die Auswahl der Module entscheidest du selber, wie leistungsstark und wie teuer dein Smartphone wird.

Google Project Ara Endoskelett microspot.ch

Project Ara Endoskelett Bild: www.google.com

Google Project Ara Module

Project Ara Module Bild: www.google.com

Dein Nutzen

Wenn du mit der Kamera deines neuen Handys nicht mehr zufrieden bist, kannst du dir einfach ein neues Modul kaufen, das alte Kameramodul austauschen und schon ist das Upgrade abgeschlossen. Kaputte Teile, wie ein gesplittertes Display, lassen sich mit Leichtigkeit ersetzen. Somit wird auch die Umwelt geschont.

Für den Prototyp existieren zurzeit 20 Module, welche sich in hunderten von Variationen kombinieren lassen. Da die Module von Drittanbietern gebaut werden, dürfen wir uns bei der Markteinführung auf eine viel grössere Auswahl mit unzähligen Kombinationsmöglichkeit freuen.

Google Project Ara microspot.ch

Project Ara Frontansicht Bild: www.google.com

Wann genau die Smartphones des Project Ara in der Schweiz erhältlich sind, ist noch unklar. Aber noch in diesem Jahr sollen die Handys in Puerto Rico getestet werden.

Die modulare Revolution

Google ist nicht der einzige Player, der den Markt der modularen Smartphones erobern will. Die folgenden drei Projekte, welche nur eine Auswahl aus Vielen sind, zeigen uns, dass der Trend in Richtung modulare Gadgets schon begonnen hat.

Phonebloks

Phonebloks ist die Mutter der modularen Smartphones. Das Projekt wurde von Dave Hakkens ins Leben gerufen, dessen Handykamera kaputt ging und er sich über die Verschwendung ärgerte, als er das ganze Mobiltelefon ersetzen lassen musste. Phonebloks wird wohl nie auf den Markt kommen, hat aber den Stein ins Rollen gebracht.

Phonebloks microspot.ch

Phonebloks Bild: www.modularessmartphone.com

PuzzlePhone

Das PuzzlePhone verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie Project Ara. Der Bildschirm dieses modularen Smartphones soll zehn Jahre halten und du kannst nur den Prozessor und den Akku austauschen. Die Idee dahinter ist, dass bei einem schwächelnden Akku oder einem veralteten Prozessor nicht das ganze Handy weggeworfen werden muss.

PuzzlePhone microspot.ch

PuzzlePhone Bild: www.puzzlephone.com

Blocks Smartwatch

Die Blocks Smartwatch ist das beste Beispiel dafür, dass sich die modulare Revolution nicht nur auf Handys beschränkt. Bei der modularen Smartwatch besteht das Armband aus Modulen, die beliebig ausgetauscht werden können und die Funktionen der Smartwatch beherbergen. So kannst du aus deiner Uhr fürs Büro innerhalb von Sekunden deinen persönlichen Fitnesstrainer machen und musst dafür nur einige Module austauschen.

Blocks Smartwatch microspot.ch

Blocks Smartwatch Bild: www.chooseblocks.com

Du darfst also auf die Veränderungen, welche die modularen Gadgets mit sich bringen, gespannt sein. Aber bis alle Kinderkrankheiten beseitigt sind, empfehlen wir dir noch den Griff zu den konventionellen Smartphones.

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