Objektive – Das musst du wissen

Weisst du, welcher Objektiv-Typ am besten zu deinem Fotostil passt? Die Auswahl an Objektiven ist riesig und die Entscheidung für das richtige Objektiv ist nicht immer leicht.
In diesem Blogeintrag bringen wir dir die verschiedenen Objektiv-Typen näher. Damit wird dir die Entscheidung für das richtige Objektiv garantiert leichter fallen.

Zu einer guten Spiegelreflex- oder Systemkamera braucht man auch die richtigen Objektive, denn das Objektiv ist das Auge der Kamera und somit das wichtigste Zubehörteil. Da Kameraobjektive im Vergleich zum Gehäuse oft über Jahrzehnte einsetzbar sind und sich auch beim nächsten Gehäuse wieder benutzen lassen, ist ihr Kauf eine eher langfristige Investition. Dementsprechend kann es sich auch lohnen etwas mehr Geld für den Kauf zu investieren. Wie du das passende Objektiv findest zeige ich dir jetzt.

Die verschiedenen Objektive

Schon einmal vorneweg: Es gibt nicht das perfekte Objektiv. Die Brennweite eines Objektivs bestimmt die Einsatzmöglichkeiten. Die Brennweite wird definiert als die Entfernung der Linse zum Brennpunkt (Sensor) und wird in Millimetern angegeben. Eine Brennweite von 50 mm entspricht dem Blickfeld des menschlichen Auges und wird als Normalbrennweite bezeichnet. Brennweiten unter 50 mm werden den Weitwinkelobjektiven zugeteilt, diese haben einen grösseren Blickwinkel als das menschliche Auge. Objektive mit einer Brennweite von mehr als 50 mm sind Teleobjektive und vor allem zum Zoomen da. Daneben gibt es noch Spezialobjektive wie die Makroobjektive. Was die genauen Vorteile der einzelnen Typen sind, folgt nun.

Kit-Objektiv

CANON PowerShot G3 X

CANON PowerShot G3 X

Das Kit-Objektiv steht meist am Beginnen einer Fotografenkarriere. Es ist das Objektiv, welches mit dem Gehäuse mitgeliefert wird, wie beispielsweise bei der CANON PowerShot G3 X. Der Kauf einer Kamera samt Objektiv lohnt sich für Beginner sicher, da das Objektiv optimal zur Kamera passt und vergleichsweise günstig angeboten wird. Das Kit-Objektiv hat meist eine Brennweite von 18-55 mm und ist oft mit einem Autofokus und einem Bildstabilisator ausgerüstet. Mit einem solchen Zoomobjektiv hast du viele fotografischen Möglichkeiten und kannst das Fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera richtig kennenlernen.

Normalobjektiv

SIGMA 50mm f1.4 DG HSM

SIGMA 50mm f1.4 DG HSM

Für diesen Typ werden Festbrennweiten von 50 mm und Zoomobjektive meist mit einer Brennweite zwischen 28-85 mm angeboten. Der Vorteil der Festbrennweiten ist, dass sie mehr Licht ins Objektiv lassen (bessere Offenblende) und daher bei dunkleren Lichtverhältnissen weniger Bildrauschen verursachen. Dafür kann man mit diesen Objektiven nicht zoomen. Zoomfähige Objektive im Normalbereich nennt man auch Normalzoom (28-85 mm).

Da die Normalbrennweite unserem Blickwinkel entspricht, eignen sie sich besonders für spontane Fotografie wie Urlaubsfotos. Denn die Bilder haben keine Verzerrung und sind wohl proportioniert. Solange kein Spezialobjektiv auf der Kamera montiert ist, sollte man ein Normalobjektiv montiert haben. Ein Normalobjektiv empfehlen wir vor allem den Anfängern. Mit diesem Objektiv ist es sehr simpel gute Fotos einzufangen.

Teleobjektiv

CANON EF 70-200mm f2.8L IS II USM microspot.ch

Canon EF 70-200mm f2.8L IS II USM

Mit diesen Objektiven holst du die Umgebung richtig nahe heran. Die Brennweiten reichen von 50-300 mm. Die Teleobjektive eignen sich besonders für Sport- und Tierfotografie, denn neben dem Verdichten des Bildausschnitts, verändert sich auch der Schärfebereich. Das Resultat, das Motiv hebt sich besser vom unschärferen Hintergrund ab.

EF_70-200mm_f2_8L_IS_II_USM_Sample4_tcm88-959419

Diese Bild wurde mit einem Teleobjektiv geschossen. (Canon EF 70-200mm f2.8L IS II USM)

Für Porträtaufnahmen werden am besten Teleobjektive mit Brennweiten zwischen 80-105 mm verwendet, da diese den Hintergrund unscharf genug machen, um das Gesicht in den Vordergrund zu stellen, aber das Gesicht wirkt nicht so flach wie bei höheren Brennweiten.

Der grösste Nachteil der Teleobjektive ist, dass sich jede kleinste Bewegung des Fotografen als Verwackler auf dem Bild zeigen. Deshalb sollte man immer ein stabiles Stativ verwenden.

Weitwinkelobjektive

SIGMA 18-35mm f1.8 DC HSM

SIGMA 18-35mm f1.8 DC HSM

Ein Weitwinkelobjektiv sorgt für das Gefühl von Weite und Tiefe. Es lässt etwas grösser erscheinen als es in Wirklichkeit ist. Sie beginnen ab einer Brennweite unter 40 mm. Da sie einen grösseren Blickwinkel als das menschliche Auge haben, eignen sie sich besonders für die Aufnahme von Landschaften. Mit Weitwinkelobjektiven können zum Beispiel einzigartige Panorama-Bilder fotografiert werden. Für die Aufnahme von Porträts sind sie ungeeignet, da das Weitwinkelobjektiv nahe Objekte grösserer erscheinen lässt. Auf dem Foto würde die Nase es proträtierten dann überproportional wirken.

Beim Kauf ist vor allem auf eine hohe Lichtstärke zu achten. Werte unter f5 sind in Ordnung. Doch bei Bildern mit einem Weitwinkelobjektiv spielt das Licht eine wichtige Rolle. Wenn beispielsweise die Landschaft von langen Schatten gezeichnet ist, entstehen oft bessere Bilder als bei greller Mittagssonne. Also Übung ist bei dieser Fotografie viel wert.

Landschaftsbild mit einem SIGMA 18-35mm f1.8 DC HSM Weitwinkelobjektiv gemacht.

Landschaftsbild mit einem SIGMA 18-35mm f1.8 DC HSM Weitwinkelobjektiv gemacht.

Makroobjektiv

CANON EF 100mm f2.8L Macro IS USM

Canon EF 100mm f2.8L Macro IS USM

Makroobjektive sind für Aufnahmen aus nächster Nähe. Damit kannst du auch noch scharstellen, wenn du mit der Linse unmittelbar vor dem Motiv bist. Beispielsweise Insekten werden damit fotografiert. Makroobjektive werden in unterschiedlichen Brennweiten angeboten. Dabei muss man bei tieferen Brennweiten wie 50-60 mm viel näher an das Motiv heran als mit Objektiven mit über 100 mm.

CANON EF 100mm f2.8L Macro IS USM microspot.ch

Insekt aufgenommen mit einem Canon EF 100mm f2.8L Macro IS USM Objektiv

Bei der Makrofotografie muss der extrem kleine Schärfebereich beachtet werden. Wenn ein Motiv fotografiert wird, kann ein Teil des Motives scharf gestellt sein, während der andere Bereich unscharf wirkt. Dieses Objektiv benötigt gewisse Übung um schöne Aufnahmen zu erhalten.

Fazit

Als Neuling ist es sicherlich ratsam das Kit-Objektiv zu benutzen, um sich mit der Kamera und seinen Möglichkeiten bekannt zu machen. Hat man mit diesem Objektiv seine Vorlieben entdeckt, wird es Zeit die Objektivsammlung zu erweitern. Wer Sport- und Tierfotografie und Porträts machen will, ist mit einem Teleobjektiv gut beraten. Schöne Landschaftsaufnahmen gelingen mit einem Weitwinkelobjektiv. Für Fotos aus nächster Nähe machen will, kauft sich ein Makroobjektiv. Alle diese Objektivtypen findest natürlich auf unserem Shop.

Objektive

Beitrag kommentieren

comment-avatar

*